Bewegungsmeldertypen – Eignung und Verwendbarkeit
22.02.2010
Mit elektronischen Sensoren erkennen Bewegungsmelder – wie der Name schon sagt – alle Bewegungen in ihrer näheren Umgebung. Sie reagieren entweder passiv auf die Infrarotstrahlung der Umgebung oder arbeiten aktiv mit Mikrowellen.
Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder (PIR-Bewegungsmelder)
Ein Passiv-Infrarot-Sensor reagiert ausschließlich auf von Objekten ausgesandte Strahlen und sendet selbst keine Strahlung aus. Die Bewegungserkennung erfolgt durch einen Temperaturwechsel auf der Sensorfläche. Vor dieser Sensorfläche ist eine Speziallinse angeordnet, die die unsichtbare, aus verschiedenen Richtungen kommende Infrarotstrahlung der Umgebung auf dem Sensor bündelt. Aufgrund der vorwiegend quer angeordneten Sektoren können Bewegungen quer zum Erfassungsbereich besser erkannt werden. Folglich sollte die mögliche Bewegungsrichtung eines Eindringlings quer zur Sicht des Melders sein. Der optimale Montageort von PIR-Bewegungsmeldern ist also nicht direkt gegenüber einem Eingang, sondern rechtwinklig dazu. Des Weiteren sollte er an der Wand in Höhe der Decke oder in einer Ecke des Raumes installiert werden. Ungeeignet für die Montage sind alle Stellen gegenüber Wärmequellen wie der Heizung oder einem Fenster. Ebenso wenig ist eine Montage in der unmittelbaren Nähe von Netzleitungen, Gasleitungen oder elektronischen Geräten zu empfehlen, die bei längerem Betrieb Wärme erzeugen. Ein Faxgerät beispielsweise kann auch in Ihrer Abwesenheit Wärme erzeugen und einen PIR-Bewegungsmelder auslösen. Zumeist werden PIR-Bewegungsmelder an wichtigen Durchgangsstellen wie Treppenhaus und Flur installiert.
Mikrowellen-Bewegungsmelder (MW-Bewegungsmelder)
Diese Melder senden eine hohe Frequenz aus, welche vom menschlichen Ohr nicht wahrgenommen werden kann. Die Mikrowellen werden von Gegenständen reflektiert und zum Melder zurückgesandt. Bewegt sich nun zum Beispiel eine Person durch den Raum, verändert das die Frequenz der vom Melder ausgesandten Wellen, und er löst den Alarm aus. Das Prinzip dieses Melders beruht auf dem sogenannten Doppler-Effekt.
Da die Sendefrequenz zwischen 9 und 11 GHz liegt, können jedoch auch Bewegungen außerhalb des Sicherungsbereiches (hinter einem Fenster) zu einem Alarm führen.
Duale Bewegungsmelder
Duale Bewegungsmelder bestehen aus einem PIR- und einem Mikrowellensensor. Erst wenn beide eine Bewegung erkennen, wird Alarm ausgelöst. Die Verknüpfung von Passiv-Infrarot (PIR) und Mikrowelle (MW) sorgt für eine sehr hohe Sicherheit vor Fehlalarm. Der Grund: Erst wenn beide Sensoren – die auf technisch unterschiedlichen Detektionsverfahren basieren – eine Bewegung registrieren, wird ein Alarm ausgelöst. Während der PIR-Sensor auf sich bewegende Wärme reagiert, überwacht der Mikrowellenmelder – ähnlich wie ein Radar – aktiv die Umgebung auf Bewegung. Optimaler Montageort des Melders ist in einer Ecke, zwei bis drei Meter über dem Boden. Zumeist werden Duale Bewegungsmelder in besonders sensiblen und großräumigen Objekten eingesetzt, wo Temperaturschwankungen und Luftbewegungen zu einem Fehlalarm führen könnten.
Tier-Immun
Einige Funk-Bewegungsmelder erkennen den Unterschied zwischen einem Menschen und einem Haustier. Während sich im Raum bewegende Personen zuverlässig detektiert werden, ignoriert der Melder bei seiner Überwachung Haustiere, die aufgrund ihrer geringen Größe unterhalb eines definierten Erfassungsbereiches bleiben.
(c) ABUS Security Center













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