In einer stockfinsteren Nacht sieht selbst eine Tag/Nacht-Kamera nichts. Dann ist eine zusätzliche Lichtquelle nötig. Zur verdeckten Überwachung werden deshalb Infrarotleuchten verwendet, da ihr Licht für das menschliche Auge unsichtbar bleibt. Was im Augenblick die Trends sind, und welche IR-Lösung die richtige für Sie ist, erfahren Sie hier.
Herkömmliche Farbkameras „sehen“ in der Dunkelheit bis circa 1 – 2 Lux. Darunter sind die gelieferten Bilder nur noch bedingt auswertbar. Während es für das menschliche Auge schon lange stockdunkel ist, benötigt die Tag/Nacht-Kamera nur ein wenig zusätzliches Infrarotlicht, um ein optimales Schwarz-Weiß-Bild zu liefern. Mit IR-Kameras erkennt man selbst in völliger Dunkelheit Gegenstände, Personen oder Ereignisse. Ein potenzieller Einbrecher merkt unter Umständen gar nicht, dass er gefilmt wird, während man selbst reagieren kann.
Das für das menschliche Auge unsichtbare IR-Licht kann durch externe Strahler oder durch in die Kamera integrierte LEDs geschaffen werden. Beide Lösungen bieten je nach Anwendung unterschiedliche Vorteile. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass selbst völlige Dunkelheit (0 Lux) der Bildqualität nichts anhaben kann.
All-in-One-Lösungen
Augenblicklich geht der Trend zu Kameras mit integrierter Infrarot-Beleuchtung. Die integrierten LEDs strahlen hier meist bei einer Wellenlänge von 850 Nanometern bis zu 40 Meter weit.
Tag/Nacht-Kameras mit integrierten IR-LEDs zeichnen sich vor allem durch einen geringen Installationsaufwand aus, da sie keine zusätzlichen Scheinwerfer benötigen. Der Tag/Nacht-Wechsel erfolgt automatisch, da die IR-Strahler von der Kamera selbst an- und ausgeschaltet werden.
Durch das bequeme Einstellen von Abstrahlwinkel und Leistung der IR-Beleuchtung ermöglichen Kameras wie die IR Vario Außenkamera (TVCC60000) von ABUS Security-Center eine exakte Abstimmung auf die jeweilige Überwachungssituation. Bei einem stark reflektierenden oder zu nahen Objekt innerhalb des Kameraspots kann die Leistung der IR-LEDs gemindert und der Abstrahlwinkel vergrößert werden. All-in-One-Lösungen eignen sich daher besonders für die exakt angepasste Überwachung eines definierten Gefahrenbereiches.
Externe Infrarot-Strahler
Geht es darum, ein großflächiges Areal bei Nacht komplett im Blick zu haben, sind externe IR-Strahler die optimale Lösung. Mehrere Strahler können das Objekt ausleuchten und der Kamera einen optimalen Überblick verschaffen. Je nach Anforderung sind IR-Strahler in den verschiedensten Varianten erhältlich: diskret (unsichtbar), semidiskret und mit unterschiedlicher Reichweite und Leistung. Wichtig ist jedoch bei der Projektierung die exakte Anpassung von IR-Strahlern auf die Kameraposition. Ein direkt auf die Kamera gerichteter Strahler würde diese blenden. Ebenso wenig sinnvoll ist es, einen Strahler auf Bereiche zu richten, die gar nicht von der Kamera erfasst werden. Anders als bei der All-in-One-Lösung, bei der sich Blickwinkel von Kamera und IR-Strahler decken, beleuchten die separaten Strahler den Bildausschnitt indirekt. Extrem kameranahe Personen werden dadurch nicht überblendet, da sie nicht direkt von der Kamera aus angestrahlt werden. Durch eine Schaltbox mit Lichtsensor kann die Aktivierung der IR-Schalter darüber hinaus automatisch erfolgen.
(c) ABUS Security Center GmbH












